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Angst­ma­che vor psy­chisch Kran­ken – Stig­ma­ti­sie­rung durch die aktu­el­le Berichterstattung

(31. März 2015)

In den Mel­dun­gen über den Absturz von Ger­manwings-Flug 4U9525 wird immer wie­der erwähnt, dass der Co-Pilot unter Depres­sio­nen gelit­ten habe und des­halb mit sich selbst 149 ande­re Men­schen umge­bracht habe. Die­se Mel­dun­gen hin­ter­las­sen durch ihre stän­di­ge Wie­der­ho­lung den Ein­druck, als ob man vor psy­chisch Kran­ken war­nen müss­te – eine eben­so unnö­ti­ge wie unbe­grün­de­te Angstmache.

Fakt ist: Depres­si­ve wer­den sel­te­ner straf­fäl­lig als Gesunde.

Asmus Fin­zen, eme­ri­tier­ter Pro­fes­sor für Sozi­al­psych­ia­trie, hat am 30.3. in der FAZ einen lesens­wer­ten Arti­kel dazu ver­öf­fent­licht, nach­zu­le­sen hier.

Man­fred Lütz, Psych­ia­ter und Chef­arzt aus Köln, hat eben­falls am 30.3. dem Köl­ner Dom­ra­dio ein Inter­view zum The­ma gege­ben. Ein Trans­skript fin­det sich hier.